Über uns

1980 wurde Dorothea Schmuhl erstmals auf die deutschen Zeugdrucke aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert aufmerksam. Beeindruckt von der eigenwilligen Ausstrahlungskraft dieser Drucke entstand der Gedanke, solche Muster in das Werkstattprogramm aufzunehmen, um sie als Beispiele der Volkskunst wieder einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Beim Sichten des Musterguts halfen Thüringer Museen und Bibliotheken. Als geeignetes Verfahren erwies sich der Handsiebdruck. Bei dieser Technik wird die Farbe wie beim Zeugdruck direkt auf das Gewebe gedruckt. Hierin besteht der Unterschied zum Blaudruck, bei dem das reservierte Dekor überfärbt wird. Inzwischen finden solch originelle Decken wie die Barockdecke von 1649. die Gänse- und Fischdecke (1772), Wein-, Jagd- oder Betlehemdecke, die alle aus dem 19. Jahrhundert stammen, wieder ihre Liebhaber.

Neben dem historischen Programm werden in der Werkstatt verschiedene andere Dekore, darunter das traditionelle Thüringer Punktmuster hergestellt. Dieses bäuerliche Muster erfreut sich seit vielen Generationen großer Beliebtheit.

Die Näherei der Werkstatt hat im Laufe der Jahre ein breites Sortiment unterschiedlicher Artikel wie Tischdecken, Eier- und Kaffeewärmer, Beutel, Kissen, Lampenschirme, Überhandtücher und Vorhänge zusammengestellt.

Verarbeitet werden Leinen- und Baumwollgewebe, blau, grün, rot, braun oder gelb bedruckt.